Partnership: Matthias Engels and Barney Bardsley

Partnership: Matthias Engels and Barney Bardsley

Matthias and Barney have been working together, and with volunteer translator Dr. Kara McKechnie of The School of Performance and Cultural Industries at The University of Leeds, over the last 4 months. Here we publish the fruits of their joint labours.

Barney Bardsley is a writer, Reiki and T'ai Chi practitioner, and teacher at Leeds Playhouse. She has published two memoirs on grief and recovery: ‘A Handful of Earth’ and ‘Old Dog’.

Matthias Engels is a poet and novelist. He has also edited a variety of literarature projects, including the recent ‘Heimat’.

MATTHIAS ENGELS


IN DER NACHBARSCHAFT

Hier ist Vorstadt, recht typisch. Die meisten, die hier leben, arbeiten in der Stadt und pendeln. Zwischen 7 und 9 Uhr lässt der Verkehr zu den Kindergärten, Schulen und Arbeitsstellen den Ort lebendig erscheinen. Danach versinkt er bis mindestens 14 Uhr im Tiefschlaf. Die Straße liegt nah am Bahnhof, was praktisch ist. Dennoch ist man in gut zehn Minuten auf freiem Feld.
Anstelle der Spinnereien, die dem Ort vor 50, 60 Jahren noch einen Aufschwung und Zuzug von Arbeitskräften aus Portugal und sogar Asien bescherte, ist nicht mehr viel übrig. Die meisten sind abgerissen und ersetzt durch Wohnsiedlungen wie diese oder verfallen friedlich vor sich hin. 

Nummer 12

Bobby wäscht jeden Samstagvormittag sein Auto, mäht dann den Rasen und pflückt Unkraut aus den Fugen der Pflastersteine vor dem Haus. Sonntags geht er mit seiner Frau Heike und den beiden Jungs zum Fußball und im Sommer grillt er anschließend gerne, trinkt ein Bier.
Es gibt kaum einen Tag, an dem man ihm nicht begegnet, immer lächelt er breit und grüßt freundlich.
Nur die Nachbarn gegenüber, in Nummer 9, mag er nicht besonders.
Sein Sohn Ravi, mit dem unser Sohn oft spielt, kam nach seinem zweiten Schultag weinend heim. Die Lehrerin hatte ihn in den Förderunterricht für das Fach Deutsch gesteckt. Als Heike, die von Natur aus einen dunklen Teint und schwarzes Haar hat, hinging um zu intervenieren, begrüßte sie der Direktor und sagte anerkennend, sie spreche aber gut Deutsch.

Nummer 10

Peter war der Erste, der hier gebaut hatte, mit seiner Frau Sabine und den damals noch kleinen Töchtern. Peter war Steinmetz, ein Kerl wie ein Baum und streitbar, leicht reizbar, aber durchaus herzlich, wenn man sich einmal kennengelernt hatte. Dann wurde Peter krank, sein Körper begann nach und nach Teile von sich selbst abzustoßen, Operationen, Arbeitsunfähigkeit, eine neue Niere, die sich zu spät als von Krebs befallen herausstellte.
Jetzt ist Sabine fort, die Töchter sind aus dem Haus. Peter geht am Stock, bewohnt nur noch zwei der zahlreichen Räume und hat zu trinken begonnen. Recht schnell hatte er in der Reha eine neue Freundin kennengelernt, die ihn an den Wochenenden besuchte und ihm im Haushalt und im Garten half, aber auch die kommt schon lange nicht mehr. Er will das Haus um jeden Preis halten- für die Töchter.

Nummer 16

Rolf und Michaela sind vor 10 Jahren aus der Stadt hergezogen.
Sie haben zwei Söhne im Teenager-Alter. Vor einigen Jahren haben die beiden am ersten Januar übrig gebliebene Blindgänger von Silvester gesammelt und den Nachbarn in die Mülltonnen und Briefkästen gesteckt. Bei Herrn Vogel in Nummer 20 haben sie mühselig und angeekelt einen immensen Hundehaufen auf der Fußmatte platziert und einen Kracher hineingesteckt, angezündet und geklingelt. Als sie wenig später vor der Tür ihrer Eltern standen, waren sie braun gesprenkelt, stanken wie die Pest und mussten sich bei 2 Grad über Null bis auf die Unterhosen ausziehen, bevor Michaela sie hereinließ. Jetzt wohnt nur noch Rolf hier, der Garten- Michaelas Reich- verlottert und Rolf geht nicht mehr zur Arbeit.

Nummer 9

Swetlana lebt mit ihrer greisen Mutter und ihrem Sohn Artur hier. Es sind sehr stille Leute. Swetlana arbeitet in der Stadt, ihre Mutter hütet tagsüber Artur. Obwohl sie schlecht laufen kann, holt sie ihn von der Schule ab, kocht für ihn und macht den Haushalt. Sie müht sich sogar im Garten ab und pflegt den Weg vor dem Haus noch penibler als Bobby. Gesprächen mit den Nachbarn gehen sie generell aus dem Weg. Sie grüßen, mehr nicht.
Swetlana hat kürzlich ihre Arbeit aufgegeben, als man ihre Mutter verwirrt und nur mit ihrem Nachthemd bekleidet am Bahndamm aufgriff. Sie murmelte vor sich hin, aber niemand verstand Russisch.

Spaziergänger

Jeden Nachmittag gehen zwei ältere Herren durch unsere Straße spazieren. Sie tun das schweigend, aber lächelnd. Woher sie kommen und wohin sie gehen, habe ich mich noch nie ernsthaft gefragt. Man vergisst sie so zuverlässig, wie sie erscheinen. Sie sind klein und fast identisch gekleidet in beige Stoffhosen und Blousons. Dazu tragen sie in Grün- und Brauntönen karierte Schlapphüte und schwarze Herrenhandtaschen. Diese beiden Abziehbilder deutscher Pensionäre unterscheiden sich von diesen lediglich durch ihre Gesichtszüge- es sind offenbar Chinesen, die wohl als Arbeiter in der Textilindustrie her kamen, als sie hier noch von Bedeutung war.

Nummer 18

In Nummer 18 wohnen die Blums, eine ruhige, unauffällige Familie. Er ist Klempner und verlässt frühmorgens das Haus. Die Mutter bringt, wie die meisten anderen, gegen 7 Uhr 30 die beiden Töchter zur Schule und wird von da an kaum noch gesehen. Man fragt sich hier allgemein, wo und wann sie einkaufen geht, ob sie nie zum Frisör geht etc. . Die Getränke, Wasser und Bier, holt der Mann oft spätabends und sie habe ich einmal um kurz vor Mitternacht getroffen, als sie mit gesenktem Blick die Mülltonne an die Straße stellte.
Die Töchter dürfen nur mit Rolfs und Michaelas Söhnen spielen und das auch nur, wenn Ravi und die Kinder der Albaner in Nummer 7 nicht dabei sind. An den Nachbarschaftstreffen nehmen die Blums nicht mehr teil. Einmal war der Mann kurz da, trank zwei Bier, machte aber einen so unzugänglichen Eindruck, dass man froh war, als er wieder ging.

Nummer 11

Das Haus der Janssens steht seit zwei Jahren leer. Janssens haben anderthalb Jahre hier gewohnt und Haus und Garten in einem katastrophalen Zustand hinterlassen. Der gesamten Nachbarschaft waren sie ein Dorn im Auge.


Mit sieben Kindern lebten die Eltern in dieser Doppelhaushälfte- das heißt: der Mann war wohl nur der Vater der jüngsten beiden. Insgesamt, so sagten die Gerüchte, waren die Kinder von mindestens drei verschiedenen Partnern der Mutter. Die älteren Geschwister waren oft und auch lang allein mit den Kleinen. Im Sommer kam es vor, dass der Älteste seine jüngste Schwester im Planschbecken solange mit dem Kopf unter Wasser drückte, bis sie blau anlief und nur Michaelas lautes Eingreifen Schlimmeres verhinderte. Im Herbst waren große, unbewachte Lagerfeuer im mit Müll vollgestellten Garten an der Tagesordnung. Bald wurde ein Kind nach dem Anderen vom Jugendamt in Pflegefamilien untergebracht. Manche kehrten nach einigen Wochen zurück, andere nicht.


An einem Sommerabend stand Herr Janssen auf dem Dach und drohte zu springen. Die halbe Nachbarschaft stand auf der Straße und einige der Männer –ich möchte nicht sagen, wer- riefen, mit Bierflaschen in der Hand: Spring doch! Spring doch! Schließlich rückte die Feuerwehr an, die irgendwer alarmiert hatte und überredete Janssen, vom Dach zu kommen, was dieser auch tat. Ohnehin sind die Häuser hier nicht hoch.

Nummer 7

Generell sieht man wenige Kinder auf der Straße; auch nachmittags nicht, wenn die Schule vorbei ist. Ravi und sein Bruder kicken im Wendekreis, manchmal mit Rolfs und Michaelas Söhnen. Die anderen Kinder spielen im Haus oder in den heimischen Gärten. Die Einzigen, die unentwegt unterwegs sind, egal bei welchem Wetter und zu welcher Uhrzeit, sind die Kinder der Albaner in Nummer 7 an der Ecke. Sie rennen durch die Nachbarschaft, spielen Nachlaufen, klettern auf Bäume und streifen durchs Gebüsch. Mitunter tragen sie im Winter keine Jacken, robben über die nahen Bahngleise und die jüngste Tochter hat meist kein Höschen unter dem Rock an. Ganz sicher wissen die Eltern nicht, wo ihr Nachwuchs gerade ist, aber diese Kinder sehen gesund aus. Sie werden nicht bei jedem aufgeschlagenen Knie zum Kinderarzt geschleift. Sie wissen, welche Beeren am Busch man essen kann und welche nicht und langweilig ist ihnen nie.

Nummer 13

Wir wohnen seit acht Jahren hier. Der Kontakt zu den Nachbarn war schon einmal enger, viele Bewohner der Straße sind verschwunden, Ehen zerbrochen, andere Partner und Parteien gekommen und wieder gegangen. Nirgendwo haben wir bisher länger gewohnt als hier und trotz allem, manchen Abneigungen und manchem Ärger, ist dies unsere Straße, unser Haus, unser Garten. Wir sind nicht identisch damit oder untrennbar damit verwachsen, aber all das ist Teil von uns, Schauplatz überwiegend schöner Erinnerungen, für die die Straße einen Rahmen, aber keine Ursache bot. Wir hätten sie auch anderswo erleben können, taten es aber hier. Die Straße stellt keine Ansprüche an uns. Sie beherbergt uns und die Nachbarn lassen einen sein, was man ist, verlangen nicht mehr. Keinen Anteil an unserem Leben, keine Rolle in unseren Biographien. Jeder ist für sich und lässt den Anderen für sich sein.   

*

AND TRANSLATED INTO ENGLISH BY DR.KARA McKECHNIE:

IN THE NEIGHBOURHOOD

This is a suburban area, fairly typical. Most people who live here work in town and commute. Between 7 and 9am, traffic to kindergartens, schools and work places makes the area seem lively. Afterwards, it will fall into a deep sleep until at least 2pm. The street is close to the station, which is handy. You can still be out in open fields in about ten minutes. Not much is left of the mills which brought the place an economic surge and introduced workers from Portugal or even Asia. Most of the mills have been demolished and have been replaced by housing estates like this one, or they’re peacefully crumbling away.

 

Number 12

Bobby washes his car every Saturday morning and will then mow the lawn and pick weeds from the grooves between the paving stones in front of the house. On Sundays he’ll go to football with his wife, Heike, and the two boys and in summer he enjoys a barbecue and drinks beer. There’s hardly a day when you don’t bump into him and he will always offer a big smile and a friendly greeting. He’s just not so keen on the neighbours from across the road. His son Ravi, who often plays with our son, returned home from school in tears on his second day. The teacher had put him in the group for extra tuition in German. When Heike, who has darkish skin and black hair, went in to intervene, the headmaster greeted her and complimented her on her German.

 

Number 10

Peter was the first to build here, with his wife Sabine and their daughters, who were still little at the time. Peter was a stonemason, a guy built like a tree and prone to arguments, who easily flew off the handle, but friendly and kind once you’d got to know him a little. Then Peter became ill, his body started rejecting its parts: operations, unfit to work, a new kidney which turned out to be cancerous, too late. Now Sabine has gone and the daughters have left home. Peter walks with a stick; he lives in only two of the many rooms and has started drinking. He met his new girlfriend in the rehabilitation clinic after a short while; she helped with domestic chores and with the garden, but she stopped coming a long time ago. He wants to hold on to the house at any cost – for the daughters.


Number 16

Rolf and Michaela moved here from town ten years ago. They have two teenage sons. A few years ago,   the sons collected all the fireworks which hadn’t gone off at New Year and put them in the neighbours’ post boxes and rubbish bins. They went to great and disgusting lengths to put a giant dog turd on Herrn Vogel’s doormat and stuck a firecracker in it, then lit it and rang the doorbell. When they stood on their parents’ doorstep, speckled brown, they stank to high heaven and had to strip down to their underpants (in 2 degrees above freezing) before Michaela allowed them inside. Now only Rolf lives here – the garden had been Michaela’s domain – he has let himself go and doesn’t go to work anymore.  

Number 9

Swetlana lives here, with her ancient mother and her son Arthur. They’re very quiet people. Swetlana works in town, her mother looks after Arthur during the day. She picks him up from school even though she struggles to walk, she cooks for him and does the household chores. She even puts in some hard work in the garden and keeps the path outside the house even tidier than Bobby. They generally avoid talking to the neighbours. They’ll say hello, that’s all. Swetlana recently gave up her job after they found her mum near the rail tracks, confused and dressed in only her nightie. She was muttering to herself, but nobody spoke any Russian.

 

Ramblers

Every afternoon two elderly gentlemen walk down our street. They don’t talk, but they smile. I’ve never really asked myself where they come from and where they’re heading. One forgets them as reliably as they’ll appear. They are short and dressed almost identically in beige chinos and sports jackets. They also wear green and brown checked hats and have black man bags. These two models of a German pensioner only differ from their peers through their features – they are obviously Chinese and probably came over to work in the textile industry, when this still had some status.

 

Number 18

The Blums live in Number 18; they’re a quiet and inconspicuous family. He’s a plumber and leaves the house very early. Like most of the others, the mother will take the two daughters to school around 7.30am and you’ll hardly see her after that. Round here, people wonder where she goes shopping, whether she ever goes to the hairdressers etc. Her husband will often get crates of drinks in, mineral water and beer, late at night and once I saw her just before midnight, when she was putting out the bin, and she kept her eyes down to avoid eye contact.

The children are only allowed to play with Rolf and Michaela’s children and only if Ravi and the Albanian children from Number 7 are not around. The Blums don’t join in with neighbourhood reunions anymore. The bloke briefly showed up once, had two beers, but seemed so unapproachable that everyone was relieved when he left.

 

Number 11

The Janssen family house has been empty for two years. The Janssens lived there for 1 ½ years and left the house and the garden in a catastrophic state. They were a thorn in the side of the whole neighbourhood. The parents and 7 children lived in the semi – although the man was probably only the father of the two youngest children. Rumours had it that the other children were from three other different partners. The older siblings were frequently alone with the younger ones for long stretches of time. In the summer, sometimes one of the older boys would hold his youngest sister’s head under water until she turned blue in the face, and only Michaela’s noisy intervention prevented the worst. In the autumn, there would be large and unsupervised bonfires in the garden, which was full of rubbish. Soon, one child after the other was placed with foster families. Some were back after a few weeks, others didn’t return. On a summer’s evening, Herr Janssen stood on the roof and threatened to jump. Half of the neighbourhood was out on the street and some men – I’d rather not say who – stood there with their beer bottles and taunted him with ‘Jump then! Jump!’ The fire brigade arrived eventually; someone had called them, and persuaded Janssen to come down from the roof. The houses round here are not high anyway.

 

Number 7

Generally, you won’t see many children playing out; not even in the afternoon when school’s out. Ravi and his brothers will have a kick about on the turning circle, sometimes joined by Rolf & Michaela’s sons. The other children will play inside or in their gardens. The only ones who are permanently out, in any weather and at any time, are the children of the Albanian family in Number 7, on the corner. They’ll run around the neighbourhood playing catch, climb trees and wander around in the undergrowth. They’ll sometimes not wear any coats in the winter, they’ll scramble over the nearby rail tracks, and the youngest daughter hardly ever wears knickers underneath her skirt. I’m sure the parents don’t know the whereabouts of their offspring, but these children look to be in good health. They aren’t dragged to the doctor’s for every grazed knee. They know which berries are edible and which ones aren’t, and they’re never bored.

 

Number 13

We’ve been living here for eight years. We’ve been closer to our neighbours – many of them have disappeared, marriages have broken up, partners and residents have come and gone. We’ve never lived anywhere longer than we have here, and despite everything, resentment and annoyances, this is our road, our garden. We don’t identify with our environment, nor are we inseparable from it, but it’s a part of us, a site of mostly happy memories, for which the road offered  a framework, but wasn’t the reason. We could have lived through these memories somewhere else, but we did it here. The road makes no demands on us. It houses us, and the neighbours will let you be what you are, and don’t ask for more. No part in our lives, no part of our biographies. Everyone keeps themselves to themselves, and leaves the others be.

 

MATTHIAS ENGELS

 BARNEY BARDSLEYU

THE STREET WHERE I LIVE

 Leeds is a city of hills and high places. Where we live, in the north east corner of town, is lofty too. It's a hard climb with shopping, from the Number 12 bus stop: up from the roar of Roundhay Road, through Gipton Wood, to the end of our street.  There's a fine view of the city skyline just here - high rise office blocks, cranes, and the iconic Parkinsons Building at the university. Then the road curves up, over and down, to Easterly Road: a fast dual carriageway that leads you out into the Yorkshire countryside.

This estate is a place of in-betweens. It's beyond the urban snarl of Harehills, but doesn't quite reach the gentrified bars and hipster cafes of Oakwood and Roundhay.  We don't really belong anywhere. Lost between different worlds. Our neighbourhood is a community of long-established immigrants: from the villages of Pakistan; the five rivers of the Punjab; some from Poland and Russia, even Vietnam; and a few - like me - escapees from the sprawl of London and England's south east.  We live cheek by jowl - a jumble of different cultures and expectations. Mostly, it works. Sometimes, it's uncomfortable. Anyway this is Leeds: post-industrial northern metropolis, full of high flying commerce and IT consultancies. Also, music and theatre - and a swarming night life. Plus its fair share of dodgy back streets, behind the grand facades.  And this local warren of  streets, with loft extensions and concreted gardens everywhere, to house the extended families, and the cars of all the local taxi drivers, is our neighbourhood. This is home.

Number 13

Unlucky for some, but not for us. We rented this house from our friends, in 2006.  Just my daughter and me. Her dad died in 2004. We have always lived on this estate, ever since we moved from London in 1996. We came from a semi-detached further down the road, to an almost identical set up here, several streets removed. It's a love-hate kind of relationship. Love the garden, love the wood, love the locality, love a few of our neighbors. Hate the noise from some of the others. That's just the way it goes, in the city. I write at home, work in the theatre, and teach T'ai Chi in the centre of Leeds. I tread the same paths, over and over. Yet it never tires me: Yorkshire is a beautiful place. My daughter still lives at home - but she longs to fly back to London. She left when she was four years old, but somehow it's never left her. And when she goes, what about me? Leave Leeds too? Never. It wraps itself around me like a glove. Its northern soul makes my southern heart sing.

Number 15

Janet was a Leeds girl, born and bred. Ran her house like a tight ship, and got her husband cutting the hedge and tidying the driveway with ruthless regularity.  Put my scruffy side of the border, a little to shame. But he died a few years back, and Janet died last year. A bit of local colour died with them. Including the cat, called Budweiser - who terrorised my nesting birds. Now the house is empty. The removal skip has been. The whirr of the power drills fills the empty air - and we wait to see what kind of life our new neighbours will bring.

Number 14

Across the road live Pam and Grahame. Salt of the earth.  Long term residents, reliable and calm. Forty eight years in the same house, so rooted are they.  They are both retired, and used to park their caravan on the front drive. But they have now replaced it with a pretty cherry tree - which makes a much nicer view from my study window. They are private people, like us. Discreet and self contained. I have only twice been in their house, in 13 years of living here. And they have never been in mine. It is not a street party kind of a place, this estate. Everyone is too different for that. But I have come to rely on the quiet, humming presence of Number 14. It is a still point in a turning world. And when I see Grahame out in his front garden, tending to his beloved cherry tree, I know that everything is alright with the world. The small things in life matter the most. And watching someone tending their garden, matters very much to me, indeed.

Number 12

Fatima's husband is a gardener too. He works all hours as a builder and decorator, but he rises very early to water the pots in his old blue dressing gown. I rise early too.  And it is a peaceful thing, to see him there, cutting back the green, staking the climbers, finding his little moment of harmony with nature, before he goes hurtling off to work in his van. He and his family come from Afghanistan, and they are a tiny, very strong, very happy tribe. They put my English reticence to shame, by calling out in bright and insistent tones, "Good morning! How are you?" The children play out late. Their games are loud and happy. It is a family where love seems abundant, and since some houses on the estate are full of aggression and loud shouting, with big closed gates, and dogs bred for fighting  - this innocent good cheer is greatly reassuring.

Number 11

Surinder came to live next door a couple of years ago. Before her, there was an English family. The teenage boy played drum and bass phenomenally loud, deep into the early hours of the morning, and used his mum's house as a hangout for his dubious friends, whenever she was away. He made our lives a misery for a while.  So when Surinder came along -  quiet as a mouse and beautifully neat and tidy - she was like a breath of fresh air. A fragrant presence. She had a bad stroke when she was still only young, so she walks with a stick, and finds it hard to talk. But we make ourselves understood somehow. And whenever there is a Sikh festival, she brings round samosas and pakora. Gifts of hospitality and friendship. Since we share an adjoining wall, her quietness is a blessing. I suspect my ukelele practise nights are somewhat less of a blessing for her.

 

Deep in the winter, there's never anyone about on our street. Just the school kids, scurrying past at half past three, heads down in the wind, eager to get home. But in the height of summer it gets loud. Barbecues in back gardens. The relentless squeals of neighbourhood toddlers.  The endless barking of dogs. Occasional all-night parties, with the thump, thump, thump of the bass, booming out of a rackety old speaker.  And at two in the morning, winter and summer, the boy racers start, zooming their tanked up old cars up and down the quiet roads: playing god, tempting fate, thinking that they'll live forever, no matter how insane the risks they run. Annoying the merry hell out of everyone else  - who's just trying to get some sleep. Meanwhile, down in the little wood, the dog walkers do their daily rounds, whatever the season, the weather, or the mood. I used to walk my own old dog here too, and I still see the same faces - human and canine - when I take my twenty minute early morning stroll. Gipton Wood is tiny and ancient. Full of beech trees and oaks, and the call of a host of different species of bird.  Such a contrast to the city feeling, back up on the street. An oasis of green - and a saving grace - in a neighbourhood whose spirit is sometimes jaded and cynical, but which always perks up, and is born all over again, in the first warm breezes of spring.

BARNEY BARDSLEY

*

 AND TRANSLATED BY DR.KARA McKECHNIE:

DIE STRASSE IN DER ICH WOHNE

Leeds ist eine Stadt mit Hügeln und Anhöhen. Wo wir wohnen, in der nordöstlichen Ecke, ist es auch erhöht. Es ist ein anstrengender Aufstieg von der Bushaltestelle der Linie 12: vom Lärm der Roundhay Road, durch Gipton Wood hindurch, bis zum Ende unserer Straße. Gerade hier hat man eine schöne Aussicht auf die Leeds ‘Skyline’ – Bürohochhäuser, Kräne und das bekannte Parkinson Building der Universität. Dann windet sich die Straße rauf, herum und runter, gen Easterly Road: eine zweispurige Schnellstraße, über die man das Umland von Yorkshire erreicht.

Diese Siedlung ist ein Zwischen-Ort. Sie gehört nicht zum städtischen Gebrumm von Harehills, aber ist auch nicht Teil der gentrifizierten Bars und der Hipster-Cafés von Oakwood und Roundhay. Wir gehören eigentlich nirgends richtig hin. Zwischen den verschiedenen Welten verschollen. Unsere Nachbarschaft ist eine Gemeinschaft von längst etablierten Einwanderern: aus pakistanischen Dörfern; den fünf Flüssen des Punjab; einige aus Polen und Russland, sogar Vietnam; und einige – so wie ich – Geflüchtete aus dem sich immer breiter machenden London und dem Südosten Englands. Wir leben dicht an dicht – ein Durcheinander verschiedener Kulturen und Erwartungen. Meistens funktioniert das. Manchmal ist es unbequem. Wie auch immer: das ist Leeds: postindustrielle Metropole im Norden, voll von emporstrebenden Handels- und IT Beratungsunternehmen. Dazu Musik, Theater und ein lebhaftes Nachtleben. Plus eine Reihe von zwielichtigen Nebenstraßen hinter den großartigen Fassaden. Und dieses Gewirr von Straßen, mit ausgebauten Dachgeschossen und betonierten Vorgärten überall, um Platz für die Großfamilien und Autos der vielen Taxifahrer zu schaffen, ist unsere Nachbarschaft. Dies ist zuhause.

Nummer 13.

Für manche eine Pechzahl, aber nicht für uns. Wir haben 2006 dieses Haus von unseren Freunden gemietet. Nur meine Tochter und ich. Ihr Vater starb 2004. Wir haben immer in dieser Siedlung gewohnt seit wir aus London hierhergezogen sind. Vorher waren wir in einer Doppelhaushälfte, nicht weit entfernt; dieses Haus ist fast identisch, nur ein paar Straßen entfernt. Es ist eine Art Hassliebe. Liebe den Garten, den Wald, den Standort, einige unserer Nachbarn. Hasse den Krach, den ein paar der anderen machen. So ist das eben in der Stadt. Ich schreibe zuhause, arbeite im Theater und unterrichte T’ai Chi in der Stadtmitte. Ich begehe dieselben Pfade, immer und immer wieder. Trotzdem strengt mich das nicht an: Yorkshire ist wunderbar. Meine Tochter wohnt noch zuhause – aber sie sehnt sich danach, wieder nach London zu gehen. Sie zog von dort  weg, als sie vier war, aber irgendwie hat es sie nie verlassen. Und wenn sie dann weggeht, was wird aus mir? Leeds ebenso verlassen? Niemals. Es umhüllt mich wie ein Handschuh. Die nördliche Seele bringt mein südliches Herz zum Singen. 

Nummer 15

Janet war ein Mädchen aus Leeds, hier geboren und aufgewachsen. Sie hat ihren Haushalt hocheffizient geführt und ihr Mann musste mit rücksichtsloser Regelmäßigkeit die Hecke stutzen und die Einfahrt putzen. Das ließ meine unordentliche Seite des Grundstücks ein bisschen beschämend aussehen. Aber der Mann starb vor ein paar Jahren und Janet starb letztes Jahr. Mit ihnen starb ein bisschen Lokalkolorit. Dazu gehörte auch die Katze namens Budweiser, die meine Nestvögel terrorisierte. Jetzt ist das Haus leer. Das Gebrumm der Bohrmaschine erfüllt die Luft – und wir warten darauf, was unsere neuen Nachbarn bringen werden.

Nummer 14.

Pam und Grahame wohnen gegenüber. Salz der Erde. Wohnen schon sehr lange hier, zuverlässig und ruhig. Seit 48 Jahren im selben Haus, so verwurzelt sind sie. Beide sind pensioniert und parkten früher ihren Wohnwagen auf der Einfahrt. Den haben sie jetzt aber mit einem schönen Kirschbaum vertauscht – eine sehr viel hübschere Aussicht aus meinem Arbeitszimmer. Sie leben zurückgezogen, genau wie wir. Diskret und sich selbst genug, Ich war erst zweimal in ihrem Haus in den 13 Jahren, die ich hier lebe. Und sie waren noch nie in meinem. Dies ist keine Gegend für Straßenfeste, diese Siedlung. Alle hier sind zu verschieden voneinander. Aber ich kann mich auf die ruhige, summende Anwesenheit von Nummer 14 verlassen. Es ist ein Ruhepunkt in einer sich drehenden Welt. Und wenn ich Grahame in seinem Vorgarten sehe, wie er sich um seinen geliebten Kirschbaum kümmert, dann weiß ich, dass die Welt in Ordnung ist. Die kleinen Dinge im Leben sind am wichtigsten. Und jemandem beim Gärtnern zuzusehen ist sehr wichtig für mich. In der Tat.

Nummer 12

Fatimas Mann ist auch Gärtner. Er arbeitet von morgens bis abends als Bauarbeiter und Dekorateur, aber er steht sehr früh auf, um in seinem alten, blauen Bademantel die Blumentöpfe zu gießen.  Ich stehe auch früh auf. Und es ist eine friedliche Sache, ihn da zu sehen, wie er das Grün stutzt, zurückschneidet, die Kletterpflanzen absteckt und seinen kleinen Moment von Harmonie mit der Natur findet, bevor er mit seinem Lieferwagen zur Arbeit davonrast. Er und seine Familie kommen aus Afghanistan und sie sind ein sehr kleiner und sehr glücklicher Clan. Wenn sie klar und bestimmt ‘Guten Morgen! Wie geht es Ihnen?’ rufen, schämt man sich fast seiner englischen Zurückgezogenheit. Die Kinder spielen bis spät draußen. Ihre Spiele sind laut und fröhlich. Es scheint ein Haus zu sein, in dem Liebe im Übermaß vorhanden ist – und weil einige Häuser in der Siedlung voller Aggression und voll lauter Stimmen sind, mit großen, stets geschlossenen Toren und Hunden, die zum Kämpfen gezüchtet sind, ist diese arglose gute Laune eine große Beruhigung.

Nummer 11.

Surinder zog vor ein paar Jahren nebenan ein. Davor wohnte da eine englische Familie. Der Sohn im Teenager-Alter spielte ungeheuer laut Drum & Bass, bis in die frühen Morgenstunden, und benutzte das Haus seiner Mutter als Treffpunkt für seine dubiosen Freunde, wann immer sie weg war. Er hat uns eine Zeit lang ganz schön das Leben schwergemacht. Als Surinder also auftauchte – mäuschenstill und wunderbar ordentlich und gepflegt – war sie wie ein Hauch frischer Luft. Eine duftende Präsenz. Sie hatte einen schlimmen Schlaganfall als sie noch jung war, also läuft sie am Stock und findet das Reden schwierig. Aber wir verständigen uns irgendwie. Und wann immer ein Sikh-Feiertag ist, bringt sie uns Samosas und Pakoras vorbei. Geschenke der Gastfreundschaft und der Freundschaft. Weil wir Wand an Wand leben, ist es ein Segen, dass sie so ruhig ist. Ich vermute, dass die Abende an denen ich Ukulele übe für sie nicht so ein Segen sind.

Mitten im tiefen Winter ist nie jemand in unserer Straße zu sehen. Nur die Schulkinder, die um halb vier mit geduckten Köpfen vorbeihuschen, nur schnell nach Hause. Aber mitten im Sommer wird es laut. Grillen in den Gärten. Das unablässige Quietschen der Kleinkinder in der Nachbarschaft. Das endlose Gebell der Hunde. Manchmal Partys die ganze Nacht hindurch, mit dem Bum Bum Bum des Basses, der aus einem scheppernden Lautsprecher boomt. Und um zwei Uhr morgens, winters und sommers, fangen die ‘boy racer’ mit ihren frisierten alten Autos an, auf den stillen Straßen hin- und herzudonnern: sie spielen Gott, fordern das Schicksal heraus, denken sie würden ewig leben, egal was für verrückte Risikos sie eingehen. Sie treiben alle anderen in den Wahnsinn, die einfach nur schlafen wollen. Währenddessen drehen die Hundebesitzer unten im Wäldchen ihre täglichen Runden, egal welche Jahreszeit, welches Wetter, welche Laune. Ich lief hier früher auch mit meinem alten Hund entlang und sehe jetzt immer noch dieselben Gesichter – von Menschen und Hunden – wenn ich frühmorgens meinen zwanzigminütigen Spaziergang mache. Gipton Wood ist sehr klein und sehr alt. Voll von Buchen und Eichen und von vielen unterschiedlichen Vogelstimmen. So ein Gegensatz zum Stadtgefühl in der Straße drüber. Eine grüne Oase – und ein geschützter Ort in einer Nachbarschaft, deren Geist manchmal abgestumpft und zynisch ist, aber die sich immer wieder rappelt und neugeboren wird, sobald die ersten warmen Frühlingswinde da sind.

 

 

LANDSCHAFTSBILD

Erst nur eine hand voll häuser, ins grün gewürfelt.
dann wenige wege, bögen schlagend um
halststarriger bauern grund. eine spitze kirche:
zur besänftigung der landschaft aufgepflanzt;

 aber bald schon paffte die stadt, steckte sich
 einen schlot an, den nun,  längst erloschen,
 stahl und waschbeton überragen.
die visagen der stadt: verzagt und grau;

den meisten nachbarn allzu ähnlich: ein flachbau,
postmodern neben sakralem. einige vernarbte  fassaden
neben fensterfronten mit blindem blick;  dann
fachwerkreminiszenzen und homöopathisch: grün. 

an masten verblasste parteiplakate, vorbei
wogen bahnen und wagen. fremdgewächse suchen
die sonne im kreisverkehr und alle bewohner
gehen gebeugt, bezeugt von tiefen wolken.

MATTHIAS ENGELS

 

 IMAGE OF THE LANDSCAPE

At first just a handful of houses, dotted about in the green

then a few paths, forming loops around

stubborn farmers‘ land. A pointy church:

planted to calm down the landscape;


but soon the city started smoking, lit itself

a chimney, long since extinguished, which is now

overshadowed by steel and exposed concrete.

the faces of the city: disheartened and grey.


Most of the neighbours are all too similar: a flat building,

post modern next to something sacred. a few scarred facades

next to window fronts casting a blind eye; then

reminiscence of half timber and homeopathic: green.


Election posters grown pale on masts, past them

undulate trains and trucks. Unfamiliar plants search for

sun on the roundabout and all the residents

walk with bent backs, witnessed by deep clouds.

 

MATTHIAS ENGELS

TRANSLATOR: KARA McKECHNIE

 

 

CITY FRAGMENTS

 

A peony blooms in a bright patch of sunlight

Waking up in a Gipton Wood garden.

The battlesong flies from  birds who are nesting -

Such fierce sweet cries, of lovesongs and rages -

Another spring morning in Leeds.

 

Under the arches a young man is pacing

A flicker of fingers, the eyes that don’t meet.

By the bus park, the girl stamps her feet, shakes her head

She is laughing at no one, at life going nowhere.

Middays can be harsh, here in Leeds.

 

The station is swarming with angry commuters

Another delay in the fierce summer heat

She waits – Platform 8 – for the London express train

Two cities that fractured her past, fill her future.

An evening departure from Leeds.

 

A drive to the shop before schoolkids invade it,

Teeming like ants down towards Roundhay Road.

The snarl of the traffic by Oakwood Clock junction,

A jump of the lights when no one is watching,

Afternoons in the autumn, in Leeds.

 

The nights can be bitter when winter comes falling

Black ice on the hills, rising up through the fog.

Frozen in silence: the front doors are bolted.

Stoke up the fires of the heart – and homecoming –

Midnight, under covers, in Leeds.

 

BARNEY BARDSLEY

 

 *

 

STADTFRAGMENTE

Eine Pfingstrose blüht in einem hellen Fleck Sonnenlicht
erwachend in einem Garten in Gipton Wood.
Das Schlachtlied fliegt auf von nistenden Vögeln -
Solch wilde süße Schreie, von Liebesliedern und Wut-
Ein weiterer Frühlingsmorgen in Leeds.

Unter den Bögen geht ein junger Mann auf und ab
Ein Flackern der Finger, Augen, die sich nicht treffen.
Am Busparkplatz stampft das Mädchen mit den Füßen, schüttelt den Kopf
Sie lacht über niemanden, über das Leben, das nirgends hinführt.
Mittags kann es hart werden, hier in Leeds.

Der Bahnhof wimmelt von wütenden Pendlern
Eine weitere Verzögerung in der heftigen Sommerhitze
Sie wartet - Gleis 8 - auf den Londoner Schnellzug
Zwei Städte, die ihre Vergangenheit zerbrachen, füllen ihre Zukunft.
Eine abendliche Abfahrt von Leeds.

Eine Fahrt zum Laden, bevor die Schulkinder ihn belagern,
sich wie Ameisen tummelnd Richtung Roundhay Road.
Das Knurren des Verkehrs an der Kreuzung Oakwood Clock,
Ein Umspringen der Lichter, wenn niemand hinsieht,
Nachmittage im Herbst in Leeds.

Die Nächte können bitter sein, wenn der Winter hereinbricht
Schwarzes Eis auf den Hügeln, die sich aus dem Nebel heben.
Gefroren in Stille: Die Vordertüren sind verriegelt.
Das Feuer des Herzens schüren - und heimkehren -
Mitternacht unter Decken in Leeds.

 

BARNEY BARDSLEY

TRANSLATOR: MATTHIAS ENGELS

 

 

 

Partnership: Bianca Lorenz and Zoe Carty

Partnership: Bianca Lorenz and Zoe Carty

Partnership: Thomas Kade and Matthew Hedley Stoppard

Partnership: Thomas Kade and Matthew Hedley Stoppard